Die von der Church of England gebaute und 1871 geweihte Kirche, umgeben von einem alten Friedhofsmauer, ist ein neuromanischer Längsbau mit halbrundem Chor. Auf der Südseite befinden sich ein verkurztes Querschiff und anschliessend neben dem Chor der Turm (1875, Glocke 1876) mit einem äusserst seltenen Rautenhelm. Das Bruchsteinmauerwerk beginnt sich hier als autochthone alpine Form zu etablieren. Die Kirche hat vorwiegend Rundbogenfenster. Säulen, Rundbogen und Dreiecksgiebel prägen den Eingang auf der Nordseite.
Der Kirchensaal wird von einer hölzernen Tonnendecke überwölbt. Der eingezogene Chor, durch einen markanten Chorbogen vom Schiff getrennt, besitzt eine Halbkuppeldecke aus Holz mit radialen Rippen. Die Fensteröffnungen sind durch moderne Quadermalerei akzentuiert, im Chor durch Steinbögen verstärkt. Die kunstvolle Ausstattung des Chors entspricht den Grundpfeilern des schweizerischen evangelischen Gottesdienstes, in moderner Anordnung Alt und Neu verbindend: der spätgotische Taufstein (um 1500) aus der alten Mauritiuskirche mit einem Zinnbecken von Giuliano Pedretti; vom selben Künstler der Ambo und von Samuel Fahrni der Abendmahlstisch. Im Querbau steht die Orgel (1967, Bosch, Sandershausen).
Die meisten Fenster mit Glasmalereien und Bibelzitaten wurden in England angefertigt und stammen aus der Zeit zwischen 1871 und 1885: Im Chor, Mitte: Christus am Kreuz, Maria und Johannes; die weiteren Fenster aus dieser Zeit sind dem Andenken englischer und amerikanischer Mitglieder der Kirchgemeinde gewidmet: seitlich im Chor Christus als Licht der Welt und als guter Hirte, an der Nordwand der Engel Raphael, im Rundfenster an der Westwand Christus Salvator Mundi umgeben von den vier Evangelisten. König David auf einem weiteren Fenster der Nordwand (1906) trägt die Gesichtszüge des Reverend Strettell, der als erster Kaplan für das Kirchenbauprojekt sowie für die Mittelbeschaffung verantwortlich war. An der Südwand befinden sich drei moderne Fenster von Gian Casty: Noah und die Taube (1974), Schöpfung (1974), die auch Verstorbenen gewidmet sind, und Maria mit Kind (1983).